Ausstellungseröffnung: Yallah!? Über die Balkanroute

 

Wir freuen uns sehr, sie euch nun auch in Frankfurt zeigen zu können:
unsere Yallah?!-Austellung!

Was vom „langen Sommer der Migration“ bleibt: Die Ausstellung rückt die Flüchtlinge in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio- und Videoaufnahmen und Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa.

Im Herbst 2018 ist es drei Jahre her, dass sich mehr als tausend Flüchtlinge vom Budapester Fernbahnhof Keleti zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze aufmachten. Nach und nach rücken der Sommer 2015, der „March of Hope“ von Budapest nach Österreich und die „Willkommen!“ rufenden Menschen an deutschen Bahnhöfen immer weiter in die Ferne. Stattdessen dominieren Diskussionen über Grenzsicherung und Terrorgefahr die öffentliche Wahrnehmung.

Dagegen soll mit dieser Ausstellung der „lange Sommer der Migration“ 2015 und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als wichtiges politisches und historisches Ereignis festgehalten werden. Die Ausstellung rückt die Flüchtlinge in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio- und Videoaufnahmen und Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa.

Öffnungszeiten der Austellung:

29.08.2018 – 26.09.2018
medico Haus, Lindleystr. 15 (ggü Nr. 11)

werktags 10 – 16 Uhr (nach Anmeldung)
Anmeldung unter info@medico.de.
Begleitung von Schul­klassen und Gruppen möglich.

Während der Austellung wird es eine kleine Veranstaltungsreihe geben, zu der wir euch ebenfalls herzlich einladen:

Übersicht Veranstaltungsreihe zur Yallah?! -Austellung Frankfurt -pdf Flyer 

 

 

Ausstellungseröffnung: Yallah!? Über die Balkanroute
29.08.2018 | 19 Uhr | medico Haus, Lindleystraße 15

https://www.facebook.com/events/405171376588129/?ti=icl

 

Solidarity City in Rhein-Main
06.09.2018 | 19 Uhr | medico Haus,Lindleystraße 15

Praktische Ansätze im Kampf gegen Abschiebung und soziale Ausgrenzung

Das Konzept der Solidarity Cities hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem alltagspraktischen wie perspektivischen Ansatz der antirassistischen Bewegung entwickelt. Ausgangspunkte sind zumeist Kampagnen gegen Abschiebungen, die Schaffung von Schutzräumen und Initiativen für Bürgerasyl. Die weiteren Aktionsfelder der Solidarity City Initiativen folgen den elementaren Bedürfnissen der Ausgegrenzten, der städtischen Unterschichten und der illegalisierten Migrant_innen – für gleiche Rechte für alle Menschen!

Selbstorganisation, soziale Treffpunkte, die Verankerung in migrantischen Communities sind Schlüsselelemente. Gefordert wird die Abschaffung rassistischer Kontrollen und gleichzeitig der Zugang zu bezahlbarem, menschenwürdigem Wohnraum, zu Schule und Bildung, zu fairer Arbeit und Einkommen und zu medizinischer Versorgung. Es geht um einen materiellen Prozess, den es zu einer konkreten Vision zu verdichten gilt, die sowohl der neoliberalen Austeritätspolitik wie auch dem Rechtspopulismus die Alternative einer offenen und solidarischen Gesellschaft entgegenstellt.

Es informieren und diskutieren:
Solidarity City-Aktivist_innen aus Frankfurt, Darmstadt und Hanau

https://www.facebook.com/events/1850947705201226/?ti=icl


Keine Freiheit im Paradies

10.09.2018 | 19 Uhr | medico Haus, Lindleystraße 15

wenn Tourismus, Flucht und Migration aufeinandertreffen

Vortrag von Martina Backes, Informationszentrum 3. Welt (iz3w), Freiburg im Breisgau

Selten werden die Phänomene Tourismus, Flucht und Migration in einem Satz genannt. Dabei haben sie durchaus Berührungspunkte: Ihre Wege kreuzen sich an Grenzposten und auf Passagen. Diese Kontaktzonen sind prädestiniert für Konflikte. Doch ebenso können sich aus dem Aufeinandertreffen solidarische Perspektiven für das Recht auf Freizügigkeit ergeben.

Was bedeutet es, dass immer mehr touristische Sehnsuchtsorte auf der Welt, die für die «schönsten Tage im Jahr» gebucht werden, zeitgleich mit dem Geschehen von Migration und Flucht konfrontiert sind? Wenn an diesen Orten Bewegungsfreiheit für die einen und Bewegungshindernisse für die anderen die soziale Realität mitprägen, welche Herausforderungen entspringen daraus? Wie sind die Sphären des Tourismus mit denen von Flucht und Migration möglicherweise auch verknüpft? Welche Kontaktpunkte ergeben sich auf der politischen, der persönlichen, der ökonomischen Ebene? Wo sind die Begegnungen konfliktiv, wo eröffnen sich solidarische Handlungsperspektiven?

https://www.facebook.com/events/1750132918366186/?ti=icl


Der Mensch – Das Gedicht

13.09.2018 | 19 Uhr | medico Haus, Lindleystraße 15

Die Gedichte von Künstler*innen sind Teil der Yallah-Ausstellung. Sie handeln von Krieg, Flucht und Exil, aber auch von Liebe, Hoffnung, Kindheit, den Freuden des Lebens und besonders von der Bedeutung der Wörter.

Es lesen: Tarek Alfelo und Amjad Ramadan

Moderation: Kafä-Kollektiv
Sprachen: Arabisch/Deutsch

https://www.facebook.com/events/1742280962558897/?ti=icl


Was ist los auf dem Mittelmeer?

19.09.2018 | 19 Uhr | medico Haus, Lindleystraße 15

Da es keine sicheren Fluchtrouten für sie gibt, sind Geflüchtete auf dem Weg nach Europa gezwungen, eine lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer anzutreten. Bei diesem Versuch sterben jedes Jahr mehrere tausend Menschen. Mit der Weigerung, Boote mit geretteten Geflüchteten an Bord in nahegelegene Häfen einlaufen zu lassen, erreichte die europäische Abschottungspolitik in diesem Jahr einen neuen Höhepunkt.

Bedroht von der libyschen Küstenwache und kriminalisiert von der EU setzen die zivilen Seenotretter_innen ihre Arbeit fort. Was bedeutet die zunehmende Abwehr für ihre Arbeit? Wie gehen sie mit dem Druck von allen Seiten um? Wie bewerten sie die aktuelle Lage auf dem Mittelmeer, in der Ägäis und auf Lesbos?

Es informieren und diskutieren: Aktivist_innen von Mission Lifeline und Sea-Watch

https://www.facebook.com/events/402486690234235/?ti=icl

Ausstellung nach Anmeldung zugänglich 30.8.-26.9.2018, werktags von 10-16 Uhr. Anmeldung unter info@medico.de oder telefonisch unter 069/944 38-0. Begleitung von Schulklassen und anderen Gruppen durch medico-MitarbeiterInnen möglich.

 

Eine Kooperation mit: Kafä Kollektiv / Naturfreundejugend Hessen / Watch The Med – Alarmphone / Sea-Watch / Moving Europe / Solidarity City Frankfurt am Main Netzwerk / PRO ASYL / Kein Mensch ist illegal Hanau / Lampedusa in Hanau / Bildungskollektiv Bleiberecht / Rainbow Refugees / Centro Frankfurt / Mission LIFELINE / noborder frankfurt

 

Veranstalter*innen: Medico International, Netzwerk Konkrete Solidarität, NoBorder Frankfurt

Mit Unterstützung von vielen lieben Menschen, denen wir sehr herzlich danken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Translate »