Von Lampedusa nach Frankfurt – und zurück?

Podiumsdiskussion über das Labyrinth der europäischen Flüchtlingspolitik mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Peter Feldmann

Freitag, 21. März 2014 um 19.00 Uhr
Tagungszentrum der AWO, Henschelstrasse 11
Den internationalen Tag gegen Rassismus nimmt der AWO Kreisverband Frankfurt am Main e. V. zum Anlass für eine konzertierte Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine humane europäische Flüchtlingspolitik. Herzstück ist die Experten-Podiumsdiskussion „Von Lampedusa nach Frankfurt – und zurück? Im Labyrinth der europäischen Flüchtlingspolitik“.

Angesichts der dramatischen Situation von Flüchtlin-gen in den EU-Mitgliedsstaaten sprechen Experten über die Auswirkungen, Schwächen und Grenzen sowie über mögliche Verbesserungen der europäischen Flüchtlingspolitik. Zudem erörtern sie Perspektiven einer eigenständigen Flüchtlingspolitik für die Stadtgesellschaft.

Eingeladen sind alle Interessierten am Freitag, 21. März 2014, 19 Uhr. Ort: Henschelstraße 11, 60311 Frankfurt/Ostend (Nähe Ostbahnhof) im EG des Tagungs¬zentrums der AWO. Kooperationspartner sind neben der AWO Frankfurt die Initiative Respekt!, das AWO Jugendwerk und Freiwillig – Die Agentur in Frankfurt. Der Eintritt ist frei.

Programm
19.00 Uhr Grußwort von Oberbürgermeister Peter Feldmann
19.10 Uhr Eröffnung durch Dr. Jürgen Richter, Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes Frankfurt am Main
19.25 Uhr Interviewfilm mit Flüchtlingen in der Gutleutkirche
19.35 Uhr Podiumsdiskussion mit:
Ulrich Schaffert, Pfarrer der Hoffnungsgemeinde
Dominik Bender, Rechtsanwalt für Ausländer- und Sozialrecht
Doris Gießen, Aufnahmeheim Valentin-Senger-Haus
Florian Schwinn, Journalist Hessischer Rundfunk

Moderation:
Asma Diakité, Respekt!
David Dilmaghani, AWO Kreisvorstand, Ehrenvorsitzender des AWO Jugendwerks

Dr. Jürgen Richter, Geschäftsführer der AWO Frankfurt erklärt: „Eine Flüchtlingspolitik, die die Menschenwürde im Blick behält, fängt vor unserer Haustür an. „Im Sinne der Tradition der Arbeiterwohlfahrt, die sich an der Seite der Schwachen für eine solidarische Stadtgesellschaft stark macht, ist das Thema Flüchtlinge in Frankfurt und in der Region ein wichtiges Anliegen.“

Gemeinsam mit Respekt! hat die AWO zum 5. Februar ein wöchentliches Fußballtraining mit den 22 Flüchtlingen aus Westafrika initiiert, die seit Ende 2013 in der alten Gutleutkirche Obhut fanden. Ziel ist die Möglichkeit, Gemeinschaft auch anders als über die gemeinsame Wohnsituation zu erfahren und am 21. Juni 2014 bei der Mini-WM in der Commerzbank Arena teilzunehmen. Diese stellt eine ergänzende Alternative zum Nationenschaulaufen bei der großen Fußballweltmeisterschaft dar, indem sie den Gedanken der interkulturellen Verständigung in den Vordergrund rückt. „Es ist unsere Hoffnung, dass die anhaltende Solidarität der Frankfurter Stadtgesellschaft eine Lösung in Aussicht stellt, wodurch den Flüchtlingen im Rahmen einer humanitären Regelung schnell geholfen werden kann“, so David Dilmaghani, Mitglied im Kreisvorstand der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt am Main. Dringend ist dieser Appell auch deswegen, weil trotz Verlängerung ihre Aufenthaltes die 22 FLüchtlinge die Gutleutkirche verlassen müssen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion plant die AWO Frankfurt erste Projekte im Rahmen von Freiwilligenarbeit und Ehrenamt, die noch in diesem Jahr konzipiert und gestartet werden sollen. Hierbei spielt Willkommenskultur im Sinne von tatkräftiger Unterstützung durch Bürger eine große Rolle, beispielsweise durch Projekte zum Thema Spracherwerb, Kinder- und Jugendarbeit, sowie das Schaffen von Möglichkeiten zur konkreten Teilhabe in der Gesellschaft.

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