Isoliert und vergessen – Das Leben von Flüchtlingen im Lager – Heidelberg, 12. März, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion

Seit März 2013 besuchen AktivistInnen des Netzwerks Konkrete Solidarität Flüchtlinge in zahlreichen Lagern, lagerähnlichen Heimen, Isolationsunterkünften und Wohnungen in ganz Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg.

Die Flüchtlinge sehen sich dort häufig den denkbar widrigsten Verhältnissen ausgesetzt: Neben der Unterbringungssituation (Zitat eines Flüchtlings: “Sie behandeln uns wie Tiere”) sind dies vor allem
die häufig schlechte Verkehrsanbindung, die mangelnde medizinische Versorgung, der fehlende Zugang zu Bildung, der fehlende Internetzugang und die damit einhergehende Unmöglichkeit für viele
Flüchtlinge sich zu informieren und sich mit anderen Menschen auszutauschen. Hinzu kommen oft willkürliche Kürzungen von Sozial- und Sachleistungen, die gegen die Menschen verhängt werden.

Nach einer detaillierten Beschreibung der aktuellen Situation mit Beispielen aus vielen Regionen werden mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt und Projekte vorgestellt, die gedacht
sind, den Flüchtlingen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Außerdem wollen wir das interessierte Publikum für die Teilnahme an unserer Anti-Isolation-Tour begeistern, die ständig weitergeht.

Referieren wird Uli Tomaschowski, Initiator des Projekts Teachers on the road, das Flüchtlingen durch die Organisation von Deutschkursen vor Ort mehr gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

Heidelberg-Weststadt,
Laden für Kultur und Politik, Kaiserstr. 62
Donnerstag, 12. März 2015, 19 Uhr

Weitere Informationen zum Netzwerk Konkrete Solidarität erhalten Sie gerne auf Anfrage:
Tel.: 069 / 300 88 757, Email: office@nksnet.org

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