Isoliert und vergessen – Das Leben von Flüchtlingen im Lager

Bericht von der Anti-Isolation-Tour 2013 – Zustandsbeschreibung und Handlungsoptionen

Vortrag und Diskussion

Mainz, Haus Mainusch, 31. Januar 2014, 19 Uhr

Seit März 2013 besuchten AktivistInnen des Netzwerks Konkrete Solidarität, Refugees in zahlreichen Lagern, lagerähnlichen Heimen, Isolationsunterkünften und Wohnungen in ganz Rheinland-Pfalz.

Die Refugees sehen sich dort häufig den denkbar widrigsten Verhältnissen ausgesetzt: Neben der Unterbringungssituation (Zitat eines Flüchtlings: „They treat us like animals“) sind dies vor allem die häufig schlechte Verkehrsanbindung, die mangelnde medizinische Versorgung, der fehlende Zugang zu Bildung, der fehlende Internetzugang und die damit einhergehende Unmöglichkeit für viele Refugees sich zu informieren und sich mit anderen Menschen auszutauschen.

Nach einer detaillierten Beschreibung der aktuellen Situation mit Beispielen aus vielen Regionen von Rheinland-Pfalz werden mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt und Projekte vorgestellt, die gedacht sind, das System der Isolation von Flüchtlingen vollständig zu zerstören und den Refugees somit gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Außerdem wollen wir das interessierte Publikum für die Teilnahme an der Anti-Isolation-Tour begeistern, die ständig weitergeht.

Am Ende des Vortrags folgt ein Ausblick auf zwei geplante Refugee- und Isolationbreakers-Konferenzen in Wiesbaden und Landau im April 2014 sowie die Vorstellung einer Petition, in der die auf der Anti-Isolationtour gesammelten und von den Flüchtlingen am häufigsten geäußerten Wünsche in Form von Empfehlungen an die Landesregierung von Rheinland-Pfalz niedergeschrieben sind und die dann zu Beginn des Europawahlkampfs öffentlich gemacht werden soll.

Referieren wird Uli Tomaschowski, Initiator des Projekts Teachers on the road, das denjenigen Refugees, denen der Zugang zu Bildung verwehrt wird, durch Deutschunterricht in den Untetrkünften oder via Skype mehr Teilhabe am sozialen, politischen und kulturellen Leben ermöglicht.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Weitere Informationen zum Netzwerk Konkrete Solidarität erhalten Sie
im Internet https://nksnet.wordpress.com/ und per Email: solinetzwerk@gmail.com

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